9. Mai 2018 — Podiumsgespräch mit Fred Gebler und Georg Schomerus — Reihe: Vier Augen. Lebenswissenschaften in der Kontroverse, Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg, Greifswald
Ohne Menschen, die unablässig nach dem Warum fragen, hätten Philosophie und Wissenschaft sich kaum entwickelt. In der psychiatrischen Diagnose gilt das Grübeln allerdings als Symptom der Depression und damit einer seelischen Erkrankung, deren Kriterien in den letzten Jahrzehnten immer weiter gefasst wurden. Braucht jeder Schwermütige eine Psychotherapie, vielleicht sogar Medikamente? Philosophische Praktiker wollen nicht Kranke therapieren, sondern nachdenkliche Menschen bei der Sinnsuche unterstützen. Wo ist die Grenze zu ziehen? Der Psychiater Georg Schomerus und der Philosophische Praktiker Fred Gebler erkunden die Rollenverständnisse und möglichen Konflikte ihrer Berufe. Dabei geht es auch um die Frage, wer und was in unserer Gesellschaft als normal oder krank gilt, und warum.
Moderation: Philipp P. Thapa

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